Wie Sie Betrugsmaschen erkennen und Phishing-Angriffe vermeiden

Wie Sie Betrugsmaschen erkennen und Phishing-Angriffe vermeiden

Mit der zunehmenden Verbreitung von Kryptowährungen entwickeln sich auch Betrugsmaschen stetig weiter. Von gefälschten Kundendienstmitarbeitern über Fake-Websites bis hin zu Phishing-Links werden die Methoden der Angreifer immer raffinierter. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen praktische und leicht verständliche Möglichkeiten, um Betrug zu erkennen und Ihre Vermögenswerte zu schützen.

Häufige Arten von Krypto-Betrug

Vortäuschung von Kundensupport oder offiziellem Personal

Betrüger geben sich häufig aus als:

  • Kundensupport von Börsen

  • Mitglieder von Projektteams

  • Regulierungsbehörden oder „Sicherheitsaudit-Abteilungen“

  • Airdrop-Administratoren

Typische Betrugsnachrichten lauten zum Beispiel:

  • „Bei Ihrem Konto liegt ein Problem vor, das verifiziert werden muss.“

  • „Eine große Transaktion wurde eingefroren. Bitte geben Sie Ihren Verifizierungscode an.“

  • „Wir können Ihre Kontoberechtigungen für Sie upgraden.“

  • „Senden Sie mir Ihre Seed Phrase, damit ich Ihnen bei der Wiederherstellung Ihrer Assets helfen kann.“

⚠️ Kein offizieller Mitarbeiter wird Sie jemals nach Ihrem Passwort, Verifizierungscode, privaten Schlüssel oder Ihrer Seed Phrase fragen.

Phishing-Links und gefälschte Websites

Betrüger erstellen unter anderem:

  • Gefälschte Download-Seiten für Börsen-Apps

  • Gefälschte Airdrop-Portale

  • Gefälschte „Wallet verbinden“-Seiten

  • Gefälschte Ankündigungs- oder Event-Seiten

Ziel ist es, Nutzer dazu zu verleiten:

  • Seed Phrases einzugeben

  • bösartige Smart Contracts zu signieren

  • unbegrenzte Token-Freigaben zu autorisieren

Häufige Warnsignale:

  • Domains, die echten Websites sehr ähnlich sehen, aber leicht verändert sind

  • Dringliche Aufforderungen wie „Jetzt autorisieren“ oder „Sofort upgraden“

  • Aufforderungen zur Freigabe unbekannter Berechtigungen, z. B. unbegrenzter Token-Zugriffe

Social-Engineering-Betrug (Telegram / Discord / Twitter)

Betrüger kontaktieren Nutzer häufig direkt per Privatnachricht und geben vor:

  • bei Trading-Problemen zu helfen

  • Insiderinformationen anzubieten

  • zu „VIP-Gewinngruppen“ einzuladen

  • Investmentprogramme mit „garantierten Renditen“ zu versprechen

Sobald Sie darauf eingehen, versuchen sie gezielt, Ihre Vermögenswerte abzuschöpfen.

Gefälschte Apps oder Browser-Erweiterungen

Beispiele hierfür sind:

  • Gefälschte MetaMask-Erweiterungen

  • Gefälschte Börsen-Apps

  • Gefälschte Projekt-Tools

Solche Anwendungen können private Schlüssel und Passwörter ausspähen und unbefugt Ihre Assets übertragen.


Wie Web3-Nutzer Betrugsmaschen schnell erkennen können

Offizielle Mitarbeiter werden NIEMALS nach sensiblen Informationen fragen

Wenn jemand Sie nach einem der folgenden Inhalte fragt, handelt es sich immer um Betrug: ❌ Seed Phrase ❌ Private Key ❌ Verifizierungscode ❌ Wallet-Screenshots mit sensiblen Daten

100 % aller seriösen Plattformen werden diese Informationen niemals anfordern.


Domain und URL überprüfen

Eine legitime Website muss exakt mit der offiziellen Domain übereinstimmen. Tipps:

  • Achten Sie auf HTTPS

  • Klicken Sie keine Drittanbieter-Links an – nutzen Sie ausschließlich offizielle Quellen

  • Vorsicht bei gefälschten Domains wie:

    • yub1t.com (i → 1)

    • yubit-exchange.co (falsche Domain-Endung)


Offizielle Social-Media-Kanäle verifizieren

Betrüger kopieren häufig Profilbilder, Beschreibungen und Namen. Greifen Sie auf offizielle Kanäle ausschließlich über folgende Wege zu:

  • Offizielle Ankündigungen

  • Links auf der offiziellen Website

  • Verifizierte Accounts

  • Direkt in der Exchange-App eingebettete Links


Häufige Warnsignale in Nachrichten

Nachrichten sind fast immer Betrug, wenn der Absender:

  • Sie privat kontaktiert

  • Sie zu sofortigem Handeln drängt

  • Hohe oder garantierte Renditen verspricht

  • Sie in unbekannte Gruppen einlädt

  • Verkürzte URLs sendet (z. B. bit.ly, tinyurl)


Wie Sie Phishing-Angriffe verhindern

Besonders gefährlich sind Links aus:

  • Direktnachrichten

  • QR-Codes in Gruppenchats

  • Google-Suchanzeigen (können gefälschte Einträge enthalten)

Greifen Sie immer über die offizielle Website oder App auf Plattformen zu.


Vertragsberechtigungen vor dem Signieren prüfen

Signieren Sie niemals blind:

  • Unbegrenzte Freigaben (Unlimited Approvals)

  • Benutzerdefinierte Contract-Aufrufe

  • „Max Spending“-Berechtigungen

Nützliche Tools zur Überprüfung von Berechtigungen:

  • Revoke.cash

  • Etherscan Token Approval

  • DeBank Authorization Manager


Assets trennen

Empfohlene Struktur:

  • Eine Hot Wallet für den täglichen Gebrauch

  • Eine Cold Wallet für die langfristige Aufbewahrung

Verbinden Sie Ihre Haupt-Wallet niemals mit unbekannten Websites.


Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

Aktivieren Sie 2FA für:

  • Börsenkonten

  • E-Mail-Konten

  • Social-Media-Accounts

Empfohlen:

  • Google Authenticator

  • Authy

⚠️ Vermeiden Sie SMS-Verifizierung – sie ist anfällig für SIM-Swap-Angriffe.


Software stets aktuell halten

Aktualisieren Sie regelmäßig:

  • Mobile Betriebssysteme

  • Browser

  • Wallet-Erweiterungen

  • Exchange-Apps

So verhindern Sie, dass Angreifer bekannte Sicherheitslücken ausnutzen.


Was tun bei Betrugsverdacht?

Sofort alle Aktionen stoppen

Autorisieren, übertragen oder klicken Sie nichts weiter an.

Passwörter ändern und Berechtigungen widerrufen

Nutzen Sie Revoke.cash, um verdächtige Vertragsfreigaben zu entfernen.

Offiziellen Support kontaktieren (nur über die offizielle Website)

Schämen Sie sich nicht – Sicherheit hat Vorrang, nicht Schuldzuweisung.


Goldene Regeln zur Betrugserkennung

🚫 Offizielle Mitarbeiter werden niemals nach Ihrer Seed Phrase fragen 🚫 Probleme niemals über private Nachrichten lösen 🚫 „Garantierte Gewinne“ oder geheime Profite ignorieren 🚫 Keine unbekannten Links anklicken 🚫 Keine unbekannten Vertragsberechtigungen signieren

Wenn Sie diese fünf Regeln befolgen, vermeiden Sie über 95 % aller Web3-Betrugsmaschen.

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